Laos 15.11.2018

Heute fliegt Daniela nach Melbourne, ich berichte von der Reisfarm und Sandro füllt damit den Blog.

Wir haben bei Tuktuks Safari eine Tour gebucht.

Um halb neun, nach einer Nacht, in der wir beide super geschlafen haben, kommt Ere, der Betreiber der Agentur uns mit seinem blitzblanken Tuktuks abholen. Er hat einen Fahrer dabei und setzt sich zu uns nach hinten. Auf der Fahrt zur Reisfarm erzählt er uns, dass er seit vier Jahren dieses Business betreibt und dass es sehr gut läuft. Es wird sich erweisen, dass er seinen Preis mehr als Wert ist. Seine Frau Peta und er haben zwei Kinder, 2 und 7 Jahre. Sie arbeitet als Lehrerin.

Die Farm, welche wir besuchen, liegt etwas ausserhalb von Vientiane. Er erzählt uns, dass alle Bauern hier, Ihr Reis den grossen Compagnien verkaufen, damit aber auch Rechte abgeben.

Wie wir später erfahren, hat der Vater der heutigen Besitzerin vor ca 20 Jahren, sich einer holländischen Stiftung angeschlossen. Er und ein Bauer aus dem Süden verpflichteten sich, mit Hilfe dieser Stiftung, ökologisch, biologischen Anbau zu betreiben.

Vor ein paar Jahren hat sich die Stiftung zurückgezogen und die Tochter, welche in Thailand studiert hat und auch dort mit ihrem Thai Mann, einem Architekten lebt, führt das Werk ihres Vaters weiter. Sie hat nur vier MitarbeiterInnen. Ein Ehepaar, ein junger Mann und seit einer Woche noch eine junge Frau, welche nach Arbeit fragte.

Neben dem Reisanbau geben sie Workshops für Studenten, Schulklassen und führen Touristen, wie uns, in ihre Arbeit ein.

Ihr werdet ganz viele Bilder sehen, wir haben aber auch gearbeitet, gekocht und gegessen.

Zuerst fuhren wir aufs Reisfeld und schnitten mit Handsicheln Reisbüschel. Die werden speziell gebunden und zwei Tage zum Trocknen gelegt.

Dann wird gedrescht. Heute machen das Maschinen, aber es ist ihnen wichtig, dass man erfährt, wie es früher war und wieviel Handarbeit das war. Es ist auch heute noch strenge Arbeit. Vor allem an Tagen wie heute, wo es sehr warm war. Da wird dann von Sonnenaufgang bis kurz vor Mittag gearbeitet und dann ruht man wieder, bis kurz vor dem Eindunkeln.

Sie zeigen, in welchen Etappen sie Komposterde machen. Der Architekt ist der Experimentierer. Er hat vier Treibhäuser oder zumindest was ähnliches gebaut. Dort wird verschiedenes Gemüse gezogen und Neues ausprobiert. Sie züchten auch Pilze.

Dann gingen wir Fischen. Ere zog drei raus. Marianne ein oder zwei und der Mitarbeiter fing dann noch von Hand. Wir hatten es sehr lustig.

Auch gekocht haben wir zusammen. Zum Beispiel hab ich heute Sticky Reis gelernt zu machen. Man nimmt hohle Bambusstämme und füllt sie mit Klebreis, irgendeinem Gemüse und Zuckersaft, glaub ich. Es ist wirklich gut. Wir haben das an der Strasse in Kambodscha kennen gelernt.

Salatsauce aus zerstampften Eigelben, das Eiweiss in Stücke geschnitten, kommt zu unterst in die Schüssel, dann die diversen grünen Salatblätter und Gewürze. In die Sauce kommen noch gebackene Zwiebelringe und Knoblauch und Fischsauce: Hammer. Es gab Gemüseomelette, unsere Fische, zt so klein, dass es fast nicht lohnte, aber lecker. Papayasalat, von mir gedämpftes Gemüse und Klebreis im Korb. Den haben die Laoten immer bei sich.

 

Es war ein gemütlich, lustiges Essen mit allen Arbeitern.

Ich fragte dann, ob wir Reis kaufen können. Da sie offensichtlich nichts abgepacktes hatte, machten sie noch kurz die Weiterverarbeitung. Da muss dreimal mit dem einen Feinheitsgrad alles durch die Maschine gelassen werden und dann nochmals durch das hintere Loch.

Als ich nach dem Preis fragte, meinte sie: sie wollen bezahlen? Ja klar. So haben wir je ein Kilo Brown Rice für je 2 Franken bekommen. Die Hälfte steckte sie gleich der Angestellten zu.

Zum Abschluss gings noch auf den grössten Markt. Die Eindrücken bekommt ihr per Bilder.

Vielleicht findet ihr es schrecklich, dass ich Schildkröte, welche zum Verzehr angeboten werden etc fotografiere. Es gehört, wenn auch leider, zu diesem Land.

Heinzelfrau marschierte relativ schnell durch die Fleisch-und Fischabteilung.das Gemüse hat mich sehr an den Markstand, welchen Frau Lutz und ich jeweils in Shanghai besuchten.

Nun sind wir müde, es war ein interessanter Tag, wir haben viel erfahren, viel gelacht und super gegessen

Die ersten 28 Bilder sind von Heinzelfrau.

Guet Nacht.

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