Prag – Tag 3

Gestern waren wir unten im Restaurant abends essen.
Ich hatte eine Art Suppen Fleisch mit einem speziellen Sauerkraut. Es könnte Honig drin gehabt haben. Auf alle Fälle war es süss. Nach anfänglichem Zögern, fand ich es richtig gut. Frau Zinsli liess sich ein Gulasch schmecken.
Es gab Livemusik. Sehr gemütlich.

Heute morgen wie immer gelesen, Kaffee getrunken, dann gefrühstückt und los gings um ca halb zehn.

Frau Doggter hatte heute eine fast hundertprozentige Treffsicherheit das falsche Tram zu nehmen oder in die falsche Richtung zu fahren.
Wie gesagt, das Google Navi find ich schrecklich aber wir fanden schlussendlich alles.

Die Burg: Eindrücklich, gewaltig und das goldene Gässchen ist immer noch herzig. Das Lädeli im Haus 22, in dem ich Kafka- Bücher für Fredi kaufte, gibts immer noch. Diesmal aber erstand ich mir Geschichten aus dem Golem und ein böhmisches Kochbuch aus der Kaiserzeit.
Franz Kafka lebte eine Weile im 22, um den Landarzt zu schreiben. Die Lädeli sind winzig. Die nachgestellten Wohnungen könnten die Vorbilder für die heutigen Tiny Häuser sein.

Den St. Veits-Dom konnte ich diesmal ausgiebig geniessen, obwohl es morgen war. Die Ströme vom letzten Mal waren diesmal mehr als erträglich.
Frau Doggter meinte, sie komme nicht in den kostenpflichtigen Teil. Als ich ihr dann das Senior-Ticket in die Hand drückte, nahm sie es aber anstandslos.
124m lang, 33m hoch ist das Ding. Viele tolle Glasfenster und einen wechselhaften geschichtlichen Hintergrund, welchen Ihr selber nachlesen könnt. Ich geniesse einfach.
Erwähnenswert finde ich allerdings, dass der Dom drei Stilepochen: Gotik, Renaissance und Barock vereint.
Die erste Bauetappe begann 1345 und endete mit der dritten, zwischen 1873 und 1929.

Dagegen ist der alte Königspalast, welcher zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert den böhmischen Herrschern als Residenz, diente, direkt popelig.
Mir kam es vor, als wäre es ein byzantinisches Ding.
Auch die alte Schlossstiege ist mit Ausblicken verwöhnt. Man kann fotografieren und staunen, dann ändert sich das Licht und es sieht wieder anders aus. Die Burg ist und bleibt toll.
Einfach eine schöne Stadt.

Den Ausflug auf den Larenziberg mit dem Funiculaire hatte ich spektakulärer im Gedächtnis. Es begann heftig, aber ganz fein zu hageln. Es war heute immer um die 0 Grad.

Die Mütze, welche ich mir noch kurz vor Prag gestrickt hatte, kommt voll zum Einsatz.

Nachtrag: Frau Zinsli möchte erwähnt haben, dass sie gestern im Grand Café Oriental nicht einfach Zvieri gegessen hat, sondern unwissend den als sehr guten Apfelstrudel bestellt hat. So, das hätten wir auch erledigt.

Heute abend haben wir alles geschlemmt, was die Frischtheke hergegeben hat. Das Nussbrot welches Frau Doggter ausgelesen hat, war exzellent. ( Sonst muss ich wieder einen Nachtrag schreiben)

Aber am meisten war ich über den riesigen Rollmops belustigt.

Nachdem Frau Zinsli nun auch im Skip Bo gewinnt, will ich jetzt lieber lesen.

Elfie