Wir gingen den Tag sehr gemütlich an.
Ich hatte schon beim Aufwachen das Gefühl, dass mein Rücken ziemlich schitter dran ist.
Das jüdische Viertel wollten wir erkunden.
Auch das ist ziemlich nah bei uns.
Neben wunderschönen Häuserzeilen, wie eigentlich überall in dieser Stadt, prägen Synagogen das Quartier.
Ich bin ja nie unglücklich, wenn irgendeine Sehenswürdigkeit oder Museum geschlossen ist. Aber die spanische Synagoge hätt ich gern nochmals angeschaut. Aber wegen Renovation geschlossen.
Diese Synagoge stammt aus dem Jahre 1868. Sie wurde im maurischen Stil für moderne reformierte Juden errichtet.
Mir ist sie blau und dunkelgrün in Erinnerung.
Die Maysel-und Klausensynagoge haben eine schauerlichGeachichte. Beide beherbergen eine Sammlung sakraler jüdischer Gegenstände. Zu „verdanken“ ist dies den Nazis. Sie wollten nämlich, im von ihnen besetzten Prag, das „exotische Museum einer ausgestorbenen Rasse“ einrichten. Sie liessen deshalb aus vielen Gemeinden Böhmen und Mährens die Gegenstände nach Prag bringen.
Soviel zum Thema Thüringer Wahlen.
Eindrücklich ist auch der jüdische Friedhof.. Denn hier wurden zwischen 1439 und 1787, alle in Prag ansässigen Juden bestattet.
Man fragt sich beim Anblick dieser schiefen, auf unterschiedlichem Niveau stehenden und sehr eng beieinder stehenden Grabstein, wieso das so ist.
Der Platz im Ghetto war so knapp, dass die Toten übereinander begraben wurden. 12 000 sind es auf einem wirklich kleinen Areal.
Als ich mit Jaqueline damals da war, hat es in Strömen geregnet. Er wirkte dadurch noch eindrücklicher.
Aber auch hier, mag ich mich erinnern, dass wir hintereinander durch gingen. Februar st viel entspannter.. Nach einer Kaffee Pause mit Palatschinken und Crème brulée, musste ich mir eingesten, dass meine Rückenschmerzen trotz Gurt, welchen ich seit Freitag trage, nicht mehr schön sind. Frau Zinsli spazierte noch zu den tanzenden Häusern und ich hatte ja nur noch ums aeck und war schon bei unserer Wohnung.
Ich machte noch im Museum of sex machine Halt. Es war so lustig…… Die Bilder mit den kurzen Erklärungen sagen alles.
Ich hab nicht gewusst, was für seltsame Methoden man gegen ZB. die Selbstbefriedigung erfand. Und überhaupt.
Das Highlight war ein Porno aus den 20 er Jahren. Nichts wurde ausgelassen. Wir Frauen, welche im kleinen Kinosaal sassen, haben uns gut unterhalten gefühlt, die Männer waren eher etwas beschämt. Auf alle Fälle hat man viele fröhliche Menschen im Museum gesehen.
Dann noch bei Manufaktur shoppen und dann nur noch entspannen.
Frau Doggter hat natürlich beim Rummy spielen meistens gewonnen!!!!
Nun machen wir uns langsam auf den Weg ins wunderschöne National Theater. Turandot wird gespielt. Vorher werden wir aber das vis à vis vom Theater gelegene Café Slavia beehren.
Es soll das berühmteste der traditionellen Kaffee Häuser sein.
Rilke, Smetana etc. kehrten dort ein. Und bis heute ist es das Stammlokal der Mitglieder des Nationaltheaters.
Im 2001 haben wir die Oper……… gesehen. Was mir aber in lebhafter Erinnerung geblieben ist, sind die Pausen, welche ca alle halben Stunden waren. Da haben wir dann jeweils ein Cüpli getrunken und auf den Terrassen geraucht. Gäll Jaqueline?!
Dann die Oper. Frau Zinsli führte uns mal wieder mit der Metro in die falsche Richtung.
Da ich wirklich keinen Schritt ohne Schmerzen machen konnte, hielt ich Ausschau noch einem Taxi. Wir wurden für 250 Kronen zum National Theater gebracht.
Im Café Slavia nahm ich einen Spinat Palatschinken. Wäre super gewesen. Aber ich überlas, dass es mit Blauschimmelkäse drin hat.
Wenn ich etwas hasse, dann das. Ich hab immer noch ein Trauma, von Vaters Gorgonzola im Kühlschrank. Dann viel lieber Schabziger.
Frau Doggter nahm ein Randen Carpaccio.
Super Inszenierung. Turandot kannte ich noch nicht. Leider fanden wir beide, dass die weibliche Hauptrolle mehr schrie als sang. Aber die andern Sänger, der Chor, das Orchester, sehr überzeugend. Das Bühnenbild, die Kostüme, spartanisch einfach. Das fand ich super!!
Und die Prager haben es wieder gemacht: Nach dreissig Minuten die erste Pause, Frau Doggter war etwas irritiert. Ich genehmigt mir wieder ein Cüpli. Nach 40 Minuten die zweite mit Schweppes. Und nach wieder 40 Minuten Schluss. Geht doch!
Draussen schnappen wir uns ein Taxi und was macht Frau Doggter: Sie bietet dem Taxifahrer schon mal im Voraus 250 Kronen, was der netterweise ohne Murren akzeptiert. Logisch, es ging ja diesmal nur um zwei Ecken
Morgen wird gepackt, Süssigkeiten eingekauft und um 14. 50 gehts zurück.
















































