Ich war gestern zu müde und zu vollgefr……und bin um acht ins Bett geplumbst.
Man denkt vielleicht, wir rennen non stop herum. Dem ist aber nicht so.
Die Kaffeepausen mit non nos sind lange und finden häufig statt.
Gestern hab ich mich erstmals so richtig gut gefühlt.
Wir sind morgens bei uns im Quartier.spaziert, Gassen, Händler,keine andern Touristen, Alltag pur.
Wir haben uns bei einem alten Mann mit Biscuits eingedeckt, Schachtel mit blauem Band und einige Sorten mehr, wie wir wollten.
Ein anderer wunderte sich, als ich mich mit vielen „Peelingwaschhandschuhen“ in allen möglichen Farben eindeckte.
Günstige und leichte Mitbringsel, Arganöl kann jeder.
Ja , was erspazierten wir denn:
Die Saaditengräber: Es ist die Ruhestätte von Sultan Ahmed al-Mansur ed-Dahbi.
Er liess Marmor aus Italien importieren und liess den Stalaktiten Stuck mit reinem Gold verzieren..
Der Raum mit den zwölf Sãulen ist ein imposantes Mausoleum. Es gibt überall noch Grabstätten von Lieblingsnachkommen,
Günstlingen und jüdischen Beratern.
Al-Mansur starb 1603 und sein Nachfolger liess sie zumauern, um seinen Vorgänger aus den Augen und dem Sinn zu haben.
1917.wurden sie bei Luftaufnahmen zufällig entdeckt.
Gemächlich spazierten wir Richtung den Palästen und standen, vor der, von Pia empfohlenen Kosybar.
Auf der Dachterrasse mit Sicht auf die Storchennester, verbrachten wir weit mehr, wie eine Stunde, schlürften nos nos, The und Menthe-Citron
und assen einen marrokanischen Salat. Die Ruhrpottlady meinte, als sie sah, wie hier fleissig Pizza gegessen wird,
sie könne ja mal versuchen, als Witz Sashimi zu bestellen. Ich drehte die Karte eh, voila, es gibt sushi. Der Küchenchef ist Japaner*!!!
Wir beschlossen, uns treiben zu lassen ohne auf die Karte zu schauen.
So kamen wir zum Bahia-Palast. Er wurde um 1860 begonnen und um zwischen 1894 und 1900.fertig gestellt..
Er ist unmöbliert, aber sehr schön zum herumwandern und staunen. Er ist 8ha gross und umfasst 150 Zimmer. Ein kleiner Teil ist bestaunbar.
An der Synagoge wären wir vorbei gegangen, hätte man uns nicht GRATIS auf das kleine Gässlein aufmerksam gemacht.
Die Synagoge liegt versteckt hinter einen kleinen Tür.
Die Räume sind um einen Innenhof gebaut, alles in weiss- blau.gefliest.
Die meisten jüdischen Familien zogen so um 1960 weg. Es gibt noch ca 160 Menschen jüdischen Glaubens, welche in der Mellah leben.
Und am Freitag und Samstag finden noch Gottesdienste statt.
Hier stehen die höchsten Lehmbauten. Es ist aber auch voller Ruinen.
Ein Jüngling wollte uns mal wieder den Weg zum jüdischen Friedhof zeigen. Er sei kein Guides, er lebe hier.
Man soll ja an das Gute im Menschen glauben und eine zweite Chance erteilen.
Nach zehn Schritten war die vertan und wird auch nicht mehr kommen!
Der jüdische Friedhof ist sehr gross. Ich finde es schade, dass man die Grabstätten nicht der Zeit und dem Zerfall überlässt,
sondern sie restauriert und kalkweiss streicht. Frau Meimberg erkundete ihn und ich hab mich auf eine Bank mit Blick über den ganzen Friedhof gesetzt.
Gemütlich gings wieder durch Souks zum Platz.
Was mich nervt ist, dass man gleich als unfreundlich tituliert wird, wenn man sich die einzigen,
wahren und in Marokko hergestellten Sachen nicht anschauen will.
Als ich mir in einem Gewürz,- creme und Duftladen einfach mal das Sortiment anschauen wollte, um mich dann beraten zu lassen,
ging man nicht auf meinen Wunsch ein. Da vergeht mir die Shoppylust.
Aber ich hab mir superbequeme, weiche, handgearbeitete Lederschuhe gekauft. Ich glaub , ich kauf mir noch ein zweites Paar.
Obwohl die Besitzerin eine Japanerin ist. Aber nur schon der liebe, kleine Schneider ist ein.Besuch wert.
Dann haben wir Aicha, welche ein Spiessstand ist und gar kein.Kaffee ist, auf dem Platz gesucht. Alles abgesucht, nicht gefunden.
Pia , haben die Ferien?
Candan hat mich nach den Affen gefragt. Ja , es hat welche. Ich bin schmerzfrei, wenns ums Kutschenfahren geht,
um ausgestellte Hähne etc. Aber Affen in Goldfummeln und tutu, welche herumgerissen werden an den Halsbändern,
da hõrt bei mir der Spass auf. Ich fotografier sie nicht mal.
Auf einer Terrasse.mit Ausblick gegessen, tuktuk genommen und ins Bett gefallen.
Heute ist Hamamtag und da ich heute in einer Woche Geburi hab, gehen wir ins Nomad vorfeiern.
Liebe Grüsse
Elfie









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