Marrakesch am Montag

Noch zu gestern. Ich hab mehrere Mails bekommen zum Thema, selbsternannte Stadtführer.
Wir sind nicht die einzigen, welche in die Falle getappt sind.
Heute haben wir wieder prächtig gefrühstückt auf der Terrasse.
Dann haben wir uns ein Taxi geschnappt und sind, obwohl ich noch gehandelt habe, wahrscheinlich wieder zu teuer
nach Sidi Ghanem gefahren. Industrieviertel und Kulturzentrum, Warenlager Produktionsstätten, alles in einem.
Ich hab immer ein wenig Mühe, wenn Europäer stylische Produkte anbieten, sehr teuer in netten Showrooms.
Ich bin da eigen.  Aber die Mischung in diesem Viertel, die fand ich allemal sehenswert.
Frau Meimberg hat fleissig eingekauft heute.
Bei mir wurden es drei Zimtseifen  zwei Duftöle
und wieder Postkarten.  Die Ruhrpottlady hat sich eine grosse Shoppertasche,
diverse Oele und Raumdüfte und Babouche (Schlappen) gekauft.
Dann gings mit dem Taxi zum Place du 16 Novembre. Dort waren die Schickimicki -Läden angesagt, mehr oder weniger.
Zum Gück hab ich noch den Marché central entdeckt. Eine Zeile mit gekachelten Metzgerabteilen,
leider nur dünn besetzt, Gemüse, Früchte, Blumen etc.
Den Boulevard vom Mohammed V sind wir runterspaziert, haben einen Kaffee und ein gemischtes Eis uns einverleibt
und sind dann nach einiger Zeit zur Koutoubia -Moschee gekommen. 25000 Menschen haben darin Platz.
Nichtgläubige bleiben draussen.
Der Turm ist mit 77m das architektonische Wahrzeichen der Stadt.  Ab 1158 wurde die Koutoubia an der Stelle einer almoravidischen Moschee gebaut.
Deren Fundamente sind freigelegt.
Die Gebetshalle hat 17 Schiffe, in der, ich wiederhole mich 25000 Menschen Platz finden.

Dann DER Platz! Place Djemaa El Fna, der Platz der Gehenkten. Es ist eine Mischung aus Ordnung,
Chaos und Improvisation. Man sieht Mütter, welche Gebäck verkaufen, viele Saftstände, Frauen, welche Hennamalereien anbieten.
Es ist aber nicht nur ein Ort für Touristen, die Einheimischen kaufen hier ein, essen und lassen sich unterhalten.
Rund um den Platz hat es Restaurants mit Terrassen, welche einen tollen Blick auf den Platz bieten.
Früher kamen hier die Karawanen aus dem Sahel an, hier wurden Waren und Sklaven gehandelt.

Ich wollte einen Schlangenbeschwörer sehen. Wie man auf den netten Fotos sieht, hats geklappt.
Auch zwei Märchenerzähler, diverse WahrsagerInnen waren da. Die Zahnärzte hab ich leider nicht gesichtet.

Irgendwie fehlt mir einfach der Geruch hier. Algerien schmeckt nach vielen verschiedenen Sachen , Marrakesch nicht.

Wir wollten eigentlich zum Café Aicha, welches uns von meiner Schulfreundin empfohlen wurde.
Sie kennt die Stadt seit vielen Jahren. Aber wir sind aus Faulheit auf der Terrasse de France gelandet.
War aber auch schön, mit Sonnenuntergang. Ein Tuktuk brachte uns heim in unser gemütliches Riad.
Immer , wenn wir bei Dunkelheit zurückkommen, meinen die Kinder, sie können hier nicht durch, die Strasse ist gesperrt. Von wegen! Darauf fallen wir nichkt mehr rein.
Von der Anquatsche war es heute sehr angenehm.
Danke Pia, für die Tips. Wir wollten uns für den Kochkurs anmelden. Sie haben bis heute Ferien und beantworten die Anfragen ein Mal pro Woche.
Jetzt sind wir gespannt.
Mit einer Kanne Menthetee intus sind wir in die Heja.geplumpst.
Guet Nacht!

Elfie

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