Eigentlich bin ich gar nicht wirklich fähig Tagebuch zu führen🙈. Es war ein verrückter, brutaler, toller Tag!
Wie immer hier sind wir um 5 statt um vier losgefahren. Guilain’s Sohn hat uns einen Wagen mit Fahrer organisiert. Der fuhr wie ein Wahsinniger über die Löcher und war dauernd am ins Telefon schreien. Wie sich herausstellte, war er mit einem Auto seines Chefs unterwegs ( Inhaber eines Taxiunternehmens). De wusste aber nichts davon und suchte ihn. Er wies nun alle die davon wussten an, nichts zu sagen. Dazu lief ebenfalls auf höchster Stufe, angolanische Musik. Die wäre etwas leiser, und ohne Geschrei , sogar gut gewesen. Er war einfach ein kleiner Mann mit grosser Einbildung.
Beim Heimweg wies ich ihn, via Guilain, zurecht. Ich mein, es war Nacht ohne Strassenbeleuchtung, viel Naturstrasse. Und dann dieses Schreien. Mittlerweile verstehe ich oft um was geht. Guilain sagte ihm, dass die Senhora nicht will dass er telefoniert beim Fahren. Ah und beim Hinfahren wollte er Geld für eine neue Zündkerze. Sicher nicht. Die Zündkerze sollte sein geringstes Problem sein. Heute muss das Auto nämlich in die Wartung. Ich versteh ja nichts von Autos, aber dass diese Stossdämpfer nicht mehr so ok sind, weiss auch ich. Nach sechs Stunden Fahrt waren wir bei den Wasserfällen. Kurz vorher meldete sich Mara und fragte: Papa, wann sind wir bei den Fällen oder fahren wir in die Schweiz? 🤣🤣
Dort angekommen , gabs wieder ein Geschrei, weil unser Fahrer die Parkgebühr nicht bezahlen wollte. Er sei schliesslich hier geboren. Guilain, Mara ich und die 2 Guides gingen davon. Als ich mich umdrehte, waren 3 andere Guides dabei, das Auto zu waschen🤔
Generell muss man sagen, dass der angolanische Tourismus das Potential, welches dieses Land hat, nicht erkennt. So haben nun ein paar Jungs und Mädchen eine Gruppe gebildet, welche die Touristen durchs Gelände führen. Sie haben also nur ein Einkommen, wenn Touristen kommen. Die Wasserfälle zählen mit einer Fallhöhe von 101m zu den höchsten Afrikas. In der Regenzeit werden sie bis zu 400m breit.Da sie noch sehr unbekannt sind, kann man sie meistens alleine besichtigen. Wir liefen also los. Ich hatte zum Glück meine Wanderstöcke dabei. Es ging also 101 m runter. Der Weg, wenn man das überhaupt so nennen kann, war voll von Wurzelwerk, schwierig, schwierig zu gehen. Nach 2Drittel des Weges sackte ich mit Schlotterknien ein. Auch Guilains Knie zitterten. Mara war äusserlich noch am entspanntesten.
Die haben eine super Strategie. Immer, wenn man fragte, heisst es, noch 10 Minuten oder da vorne bei der Kurve sind wir unten oder oben🤣🤣🤣. Also kurz, ich hab nicht geglaubt, dass ich das überlebe. 🙈Aber es blieb ja nichts anderes übrig. Guilain meinte, hätte er das gewusst, dann hätte er die Fälle von der andern Seite im Restaurant angeschaut! Unten angekommen machten sie mir zuliebe eine lange Pause am Flussufer. Mit dem Boot setzten wir rüber. Der Aufstieg wurde zur Tortur, obwohl der Weg etwas besser war. Ein riesiges Kompliment an „meinen“ Guide. Er stütze mich, zog mich über hohe „Tritte“, lobte mich. Ich hätte es ohne ihn nicht geschafft. Ich wünschte mir die Zeiten , der Tragen für Reiche herbei. Zum Schluss mussten wir noch 6 Franken für uns drei bezahlen, um überhaupt das Areal des Hotels betreten zu dürfen.
Selten hat mir ein Bier so geschmeckt. Wein ging ja nicht, man muss immer eine ganze Flasche nehmen.😅 Zu essen gab es alles nicht, was wir wollten. Guilain meinte, die wollen einfach das teure Menu verkaufen. So deckten wir uns an einer Tanke mit Chips und Getränken ein. Gegen acht waren wir zuhause. Heute morgen bin ich mit einem Crash erwacht. Aber auch mit etwas Stolz. Aber wir haben nur noch morgen einen Besuchim Elternhaus vor, dann geht es wieder heim. Heute habe ich mir, auch im Sinne von Mara, jeglichen Besuch verbeten!
















































