Ich bin gestern nachmittag nach Marrakesch geflogen. Ich werde eine Woche hier sein. Zusammen mit Susanne aus Herne,
welche ich in Kuba kennen gelernt habe und mit der ich letztes Jahr in Leipzig war.
Guter Flug, Fahrt zum in der Dunkelheit geheimnisvoll. Allerdings zählt mir der Fahrer in einer leisen ,
monotonen Stimme alle seine Ausflugsmöglichkeiten auf. Und da ich die Nacht vorher,
Nachtdienst hatte, war ich dann Gott sei dank nicht mehr so aufnahmefähig.
Unser Riad Moonlight ist klein, aber fein, mit fünf Zimmern. Wir sind die einzigen Gäste
und uns wird jeder Essenswunsch erfüllt.
Gestern gabs abends noch Tajine und zwar eine mit Hammelfleisch, die andere mit Poulet.
Die mit Hammel hat mir besser noch besser geschmeckt.
Susanne hat ja schon mal in meinem Zimmer die Heizung angestellt, als sie ankam.
Diese Gemäuer halten nicht nur im Sommer die Hitze draussen, im Winter ists dann natürlich entsprechend kühl.
Ich hab super geschlafen und morgens konnten wir doch tatsächlich das üppige Frühstück auf der Dachterrasse verzehren.
Wir haben uns dann zum Jardin Majorelle. Yves Saint Laurent hat die knallblaue Villa zusammen
mit seinem Partner gekauft und den Garten wieder in Stand gestellt. 300 Arten von Pflanzen gibt es hier,
ein Berbermuseum, einen Shop mit Fotografien und ein schönes Café.
Mich haben vor allem die Sukkulenten begeistert.
Und im Café haben wir „unser“ Getränk entdeckt.
Kaffee nos nos! das ist ein kleineres Glas mit Hälfte Kaffee, Hälfte Milch.
Dann kam der beste Teil des Tages. Wir wollten zum Musée des photographes. Ja, meinte der Taxifahrer,
das hat über Mittag geschlossen, ob wir nicht vorher beim Gerberviertel vorbei möchten. Ja klar, machen wir.
Susanne hatte es allerdings wegen dem Gestank nicht für den ersten Tag vorgesehen, aber sie war einverstanden.
Da wird man vom Taxiführer zu einem selbsternannten Viertelsführer weitergegeben.
Diese verschiedenen Arbeitsvorgänge fand ich interessant. Auch dass in dieser Kooperative Berber und Araber zusammen arbeiten.
Das heisst die Berber sind für die grossen Tiere wie zB. Kühe zuständig, die Araber für die kleinen.
Die verschiedenen Wannen sind die einzelnen Arbeitsschritte. Man bekommt ein Bündel Minze,
um sie gegen den Gestank unter die Nase zu halten.Aber wir fanden es gar nicht so schlimm
Morgen fahren die Gerber in die Berge um Taubendreck zu sammeln.
Dann mussten wir natürlich auch einen Shop besuchen. Da hab ich den Meister gleich mal um die Hälfte runtergehandelt
für eine Ledertasche und zwei Paar Seidenschlappen für Emelie und Eylin.
Dann wurde dieser selbsternannte Führer natürlich entlöhnt. Wir entschlossen uns , den Weg zum Museum nun zu Fuss zu machen,
da es ganz kurz sei. Er hat uns dann zum nächst grösseren Platz geführt, meinte links und dann rechts.
Gut, kaum hatten wir ein paar Schritte gemacht, meinte ein junger Mann, er könne uns einen viel schnelleren Weg zeigen,
ich, man könnte meinen, ich reise zum ersten Mal, hiterher und dann gings durch verwinkelte Gassen,
eigentlich gabs einen Einblick ins normale Leben, aber nichts von kurz. Irgendwann legte ich mich mit ihm an, worauf er meinte,
ob ich schon mal hier gewesen sei. Wir trennten uns nicht in Frieden!
Aber nach der bezahlten Kurzwegführung waren wir noch nicht da. Als unser wieder ein junger,
welcher ich nach dem Weg fragte wieder begleiten wollte, wurde ich schroff, worauf mir erstmals in meinen bald 60 Jahen Rassist nachgerufen wurde.
Ab da fragte ich nur noch ältere Ladenbesitzer und ignorierte „Angebote“.
Wir fanden dann das Museum, welche sin einem schönen renovierten Gebäude ist.
Es zeigt Schwarz-Weiss-Fotografien , über hundert Jahre alt und die ersten Farbbilder so um die 1916.
Eine Oase fanden wir dann auf dem Dach, in Form eines Restaurants.
Es windet unheimlich, aber den Ausblick genossen wir sicher eine Stunde.
Den Heimweg fanden wir dann ziemlich speditiv.
Ah und übrigens; das Museum hat durchgehend geöffnet. Die Verarsche erklär ich damit für beendet.
Nun geniessen wir das Riad und freuen uns auf Couscous.
Da ich es nicht schaffe, trotz Einführung von Willer zuhause, die Fotos aufs Tablet zu beamen,
gibts heute nur Handyfotos vom Riad.
Sonnige Grüsse
Elfie





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