Angola, 30. Juli 2026

Guilain meinte gestern, dass wir um 11Uhr zu seiner Apotheke fahren. Die Fahrt daure ca. 20 Minuten . Wir fuhren um halb eins und die Fahrt dauerte ca 45 Minuten🤣. Bin angekommen im afrikanischen Alltag.

Wir quetschen uns wieder zu Dritt auf die Rückbank eines kleinen Wagens. Der Geschäftsführer ist immer dabei. Er ruft das Taxi, er zählt das gewechselte Geld. Ein kleiner Pascha, unser Guilain😂. Die Apotheke liegt an der Hauptstrasse eines sich stetig entwickelten, neuerem Quartier. Genau gegenüber eröffnet eine andere🤨. Dabei muss in Angola zwischen zwei gleichen Geschäften ein Mindestabstand von 200m sein.

Vor einiger Zeit kam ein Mann zu Ihnen, welcher sich nach den Preisen von Medikamenten erkundigte. Er notierte eifrig . Zu spät merkten sie, dass es der Konkurrent war. Die meisten Menschen in Angola können oder wollen keine Krankenkassenversicherung abschliessen. Sie ist schlicht zu teuer. Behandlungen sind sehr günstig. Im Notfall bringen sie das Geld irgendwie zusammen. Eine Apothekerin verdient in Angola ca. 100 Franken. Ein Wächter 55 Franken. Guilain will seinem Personal mehr bezahlen, wenn das Geschäft richtig läuft.

Nach 8 Monaten zeigt sich bereits die positive Entwicklung. Der Laden ist 7/24 geöffnet. Die Medikamente sind aus Asien oder Portugal. Wer es sich leisten kann greift eher zu den teueren aus Portugal. Eigentlich wollten wir uns noch das Haus anschauen, welches sich Herr Mapunto etwas weiter weg baut. Aber es war Feierabendverkehr. Und da seine 3 Schwestern noch kommen und das Abendessen mitbringen, fuhren wir zu unserer Wohnung. Die Schwestern sind , mit Ausnahme von gestern und vorgestern , jeden Abend gekommen. Und haben gekocht..!

Die Tanten von Mara freuten sich unbändig , ihre Nichte zu sehen. Mara ist das einzige der “ europäischen Kinder, welches bisher nach Angola kam. Und sie bedankten sich herzlich bei mir, dass ich mit Mara hergekommen bin. Es gab ein wunderbaren Eintopf mit Gazellenfleisch und Maniok. Es wurde ein lustiger Abend!